Radtrip Hawaii

Eine Perle im Pazifischen Ozean

Oahu – erst rennen, dann radeln.

Die erste längere Radreise sollte einige Überraschungen bereit halten. Augenblicke der Überwältigung, Momente tiefer Versunkenheit, Stunden der Angst und Tage von einzigartigen Begegnungen . . .

  • Oahu, Haiwaii

    Waikiki Beach, Oahu, Haiwaii

Das ganze Jahr 1997 habe ich mich auf den Honolulu Marathon vorbereitet. Im Dezember war es endlich so weit. Die erste Station war Honolulu auf Oahu. Ich rannte meinen ersten Marathon. Zieleinlauf war Waikiki Beach. Als ich über den Zielstrich rannte, hatte ich statt Blut nur noch Endorphine, sog. Glückshormone im Körper. Es war einfach überwältigend. Und es sollten noch mehr große Momente kommen, als ich über Oahu, Maui und Big Island radelte. Auf Big Island habe ich ein Paar kennengelernt, bei denen ich 4 Tage im Regenwald wohnen durfte. Nachhaltigster Augenblick war der, als die Frau zu mir sagte, dass ihr Mann nur auf der Erde lebt, weil er atmen muss. Er erweckte wahrlich den Eindruck, ein Mann zu sein, der nicht von dieser Welt kommt. Er war autark, gelassen und in sich ruhend, wie wenige Menschen auf diesem Planeten.

Maui – der vollkommene Augenblick.

Das dachte ich wahrhaftig, als ich am Fuße des Vulkans Haleakalā auf Maui im hohen Gras saß und auf den Pazifik schaute. In diesem Augenblick habe ich das erste Mal in meinem Leben ein Gefühl in mir verspürt, das unbeschreiblich war. Und wenn ich es beschreiben sollte, dann ungefähr so: » Alles ist Eins und das Eine ist in Allem. Ich verschmelze mit dem Gras, mit dem Ozean, mit dem Vulkan und letztendlich mit dem gesamten Kosmos. Ich denke nicht mehr, ich fühle nur noch. Die Welt kann untergehen und ich habe nicht einmal etwas dagegen, denn der Moment ist vollkommen «. Am nächsten Tag ging es frühmorgens auf den Vulkan. 42 Kilometer und 2.500 Höhenmeter auf 3.055 Meter ü. N.

  • Maui, Hawaii

    Haleakalā, Maui, Hawaii

Big Island – die Urkraft der Natur.

Als ich mich entschloss, sämtliche Totenkopf-Schild und die beissenden Schwefeldämpfe  zu ignorieren und 4 Stunden über die schwarzen Lavafelder des Kapapala Forest Reserve lief, hatte ich Angst. Dennoch waren Wille und Neugier stärker und ließen mich bis zu jenem Ort weitergehen, wo ein 5 Meter breiter Lavastrom in den Pazifik stürzte. Ein tiefes, unbekanntes Gefühl machte sich in mir breit. Ich spürte sie förmlich, die Urkraft der Natur. Und plötzlich wurde mir einmal mehr klar, wo der Mensch im großen Spiel der Kräfte steht. Ganz unten! Zurück im Bed & Breakfast lag ich noch die halbe Nacht wach, berauscht vom gewaltigen Eindruck des Lavastroms.

  • Big Island, Hawaii

    Lavastrom, Big Island, Hawaii

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2 Gedanken zu „Radtrip Hawaii“

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